
Die ersten Rauchschwalben aus den afrikanischen Überwinterungsgebieten sind bereits bei uns angekommen und beginnen bald mit der Brut. Die Mehlschwalben werden etwas später im April erwartet. Ihr Gezwitscher in der Nähe von Häusern, Schuppen und Ställen ist dann in vielen Regionen wieder zu hören.
Nicht immer sind sie bei Hausbesitzern willkommen. Doch zum Glück gibt es noch viele Menschen, die sich über nistende Schwalben an ihren Häuser freuen. Darum setzt der NABU NRW die in den Jahren
2010 und 2011 mit großem Erfolg durchgeführte Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ auch in 2012 fort.
Ausgezeichnet werden schwalbenfreundliche Hausbesitzer und ihre Immobilie mit der Plakette "Schwalbenfreundliches Haus". Bewerben können sich Hausbesitzer, die das Brutgeschehen der wendigen
Flugkünstlern und Sommerboten dulden und fördern. Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, Hotel, Bauernhof oder Fabrikgebäude handelt.

Denn so zahlreich wie früher sind die Schwalben leider nicht mehr. Ihre Zahl geht seit vielen Jahren zurück, auch in Nordrhein-Westfalen. Eine der Ursachen ist der fortschreitende Verlust von Nistmöglichkeiten. Während früher in jedem Kuh- oder Pferdestall Platz für mehrere Rauchschwalbenpaare war, sind heute viele Viehställe verschlossen oder gar veschwunden. Schwindende Lehmpfützen für den Bau der Nester aufgrund asphaltierter Feldwege erschweren den Vögeln ebenfalls die Brut. Darüber hinaus vernichtet der Einsatz von Pestiziden in unserer industrialisierten Landwirtschaft viele Insekten, die Nahrungsgrundlage der Schwalben sind. Mehlschwalbennester fallen aber auch überzogenen Hygienevorstellungen einiger Hausbesitzer zum Opfer und werden illegal von der Hauswand entfernt.
Sie sind unser Kandidat für die Auszeichnung "Schwalbenfreundliches Haus", wenn Sie ein Haus, eine Ferienunterkunft, ein Hotel oder sonstiges Gebäude in NRW besitzen und einige der folgende Kriterien erfüllen:
Und so geht´s
Melden Sie sich bei uns und berichten, welche der genannten Kriterien Sie für die Auszeichung zum schwalbenfreundlichen Haus erfüllen. Nutzen Sie für die Kontaktaufnahme unser Kontaktformular oder den Antrag für eine Bewerbung. Einfach Antrag herunterladen, ausfüllen und direkt per Post an den NABU NRW senden.
Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2012!

Die an Hausfassaden nistenden Mehlschwalben wie auch die in Ställen, Carports oder Schuppen nistenden Rauchschwalben sind hierzulande in ihren Beständen gefährdet. Eine der Hauptursachen dafür ist die mutwillige Beseitigung von Nestern oder die Störung der Vögel beim Bau der Nester durch den Menschen. Grund für die Ablehnung sind meist kotverschmutzte Fassaden und Fensterbänke. Dabei lässt sich das Problem verschmutzter Hauswände durch ein Kotbrett ganz einfach lösen. Ein unterhalb des Nestes montiiertes Holbrett fängt den Schwalbendreck auf.